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staatlich genehmigte Grundschule
Mitglied im Bundesverband der
Freien Alternativschulen (BFAS)
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Freiheit und Selbstbestimmung

Das Selbstbild der Freien Schule Schöneberg ist geprägt von der Überzeugung der Einzigartigkeit sowohl jedes menschlichen Individuums, als auch des Verlaufs seiner Entwicklung. Diese Überzeugung findet Ausdruck in dem Bestreben, eine Kultur

Aus der Anerkennung eines individuellen Lerntempos und individueller Lernreihenfolge ergibt sich die Mitgestaltung des Schulalltags durch die Kinder. Sie entscheiden mit im Rahmen demokratischer Strukturen (Kinderkonferenz, Stimmrecht auf Schulkonferenz) über Tagesablauf, Lerninhalte/ Projekte, Bewegung, Pause, Exkursionen.

Gleichzeitig zur Mitbestimmung und Wahlfreiheit wird die Bedeutung von Verbindlichkeiten (z.B. von Vereinbarungen) vermittelt und gelebt. Gleichwertig mit der Eigenkompetenz wird die Entwicklung der sozialen Kompetenz durch das alltägliche Miteinander in der Gruppe gefördert: Entscheidungsfindung in der Gruppe, Aufstellen/Ändern/Abschaffen von Regeln, Konfliktbewältigung, Rücksichtsnahme und Solidarität. Die Mitbestimmung der Erwachsenen wird ausgeübt durch: Elternabend, Teamsitzung, Klausurtage, Eltern-Gespräche, Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen des Vereines sowie selbstverständlich als eigenständig handelnde Personen.

 


Freies Lernen – Persönliche Entwicklung

„Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht”

Wir gehen davon aus, das Lernen ein grundlegendes Lebensbedürfnis des Menschen und speziell des Kindes ist. Lernen vollzieht sich auch immer in einem sozialen Raum und verbindet das Streben nach Autonomie und nach Teilhabe an der Gemeinschaft.
Wir sind der Überzeugung, dass jahrgangsübergreifendes Lernen sowohl das soziale Miteinander als auch das Ergebnis unterstützt.

Auch das Lernen zu zweit und in Gruppen findet bei uns statt. Sowohl das Kind, welches erklärt als auch das zuhörende Kind profitieren davon. Lernen ist ein Mittel der persönlichen Entwicklung und daher immer individuell. Es gibt soviele Wege des Lernens wie es Kinder gibt. Indem wir Kindern ermöglichen und sie darin unterstützen, ihren eigenen Lernweg zu gehen, fördern wir ihre selbstbestimmte Entwicklung. Lerngegenstäde, Lernzeitpunkt und Lerntempo differieren von Kind zu Kind und müssen daher entsprechend berücksichtigt werden. Aufgabe der Pädagogen ist es, den individuellen Lernweg zu erkennen und das Kind dabei in geeigneter Weise zu unterstützen und zu begleiten.

Die Lernumgebung sollte geprägt sein durch vielfältige Materialien. Diese sollen Fragen herausfordern, Lernanlässe bieten und Raum gewähren zur Entwicklung von Fähigkeiten. Ganzheitliches Lernen bedeutet für uns keine einseitige kognitive Förderung, sondern soll auch Raum für emotionale, körperliche und spirituelle Entwicklung bieten.

Kinder sind kein Gefäß, das es zu füllen gilt, sondern ein Quell, der aus sich heraus sprudelt. An unserer Schule wird die Freiwilligkeit als Lernantrieb verstanden, das Fehlen des Zwangs erhöht die Freude am Lernen. Spielen ist eine Art der kindlichen Weltaneignung und wird in diesem Zuammenhang ebenfalls als Lernen verstanden.

Kontrolle und Zensuren halten wir für hinderlich und verzichten deshalb auch bewusst darauf, Fehler sind erlaubt. Die Lernergebnisse der Kinder beruhen auf ihrem natürlichen Forschungsdrang und dem Einssein mit seinemselbstgewählten Tun. Dies entzieht sich unseres Erachtens einer Bewertung. Eine Beurteilung von außen hieße, die Kinder von ihrem Selbstverständnis weg auf eine äußere Instanz hin auszurichten. Durch den Wegfall von Zensuren soll verhindert werden, dass die innere Motivation der Kinder vom Bemühen um Lob und Anerkennung überlagert und in dem Bemühen um Fehlervermeidung gehemmt wird. Anstelle von Beurteilungen finden in regelmäßigen Abständen Gespräche zwischen den Kindern und den Pädagogen statt. Ausführliche Elternbriefe geben einen Überblick über das, was die Kinder im Laufe des Jahres gemacht haben und wie sich das einzelne Kind entwickelt hat.

Konflikte gehören zum Alltag auch in unserer Schule. Die Art und Weise, in der damit umgegangen wird, bestimmt in hohem Maße die Qualität unseren Zusammenlebens. Das bewusste Arbeiten an Konfliktlösungen führt zu einer Streitkultur in der Gruppe und erhöht die Konfliktfähigkeit des Einzelnen. Das Erscheinen und Verschieben von Grenzen wird von den Erwachsenen begleitet und fördert den Zusammenhalt und die Harmonie. Die Schule stellt einen Lebensort mit familiärer Atmosphäre dar, der Umgang untereinander ist von Vertrauen und gegenseitigem Respekt geprägt. Dazu braucht die Schule starke Erwachsene, die über Vertrauen sich selbst, den Kindern und der Schule gegenüber verfügen.

 


Pädagogik und Bildungsverständnis

Unsere Schule soll Raum für Entwicklung geben in dem Bildung des Einzelnen und der Gemeinschaft stattfinden kann.

Unsere Schulphilosophie wird getragen von Mitbestimmung, Verständnis, Konfliktfähigkeit und Solidarität. Sie soll den Kindern Raum für Entwicklung sein, um ihrem Zugang zur Welt entsprechend lernen zu können, mit der ihnen innewohnenden grundsätzlichen Neugier.

Die Rolle der Pädagogen ist es, die Kinder in ihrem individuellen Weg zu begleiten. Dem entspricht unsere Auffassung von Lernen: Lernen lernen, damit sie gerüstet sind für ihr Leben. In diesem Kontext verstehen sich auch die Pädogogen als immer wieder oder dauerhaft Lernende. Daher stehen die in neueren Diskursen als Schlüsselqualifikationen benannten Fähigkeiten wie Sozialkompetenz, Methodenkompetenz, Handlungskompetenz, etc im Vordergrund. Es geht uns darum, dass die Kinder das Aneignen von Wissen lernen können, ein eigenes Verständnis dazu entwickeln sowie eigene Fähigkeiten und die anderer kennenlernen und respektieren.

Individuelle Freiheit bedeutet in diesem Zusammenhang Lernen thematisch und räumlich mitzugestalten.

Das besondere pädagogische Verständnis gründet zum einen in den Arbeiten der klassischen Reformpädagogen wie z.B. Maria Montessori, John Dewey, Jürgen Reichen, u.a. deren für uns bedeutsame Grundsätze bilden Prinzipien wie Förderung statt Auslese, Anpassung der Lebensumwelt an die kindlichen Entwicklungsanlagen und Bedürfnisse, menschliche Wertschätzung anstelle von Zwang sowie Begünstigen der Zusammenhänge von Spielen, Lernen, und Arbeiten, Wert der Gemeinschaft und Individualisierung von Lernprozessen.

Zum anderen bezieht es sich auf Werte der humanistischen Bildungstradition, die sich an den Interessen, den Werten und der Würde insbesondere des einzelnen Menschen orientiert: Entwicklung einer komplexen Sinnlichkeit, Genuß- und Glücksfähigkeit, der Möglichkeit, eigene Vorlieben und Neigungen zu entwickeln.

Unter Lernen verstehen wir die Auseinandersetzung der Kinder mit der vorbereiteten Umgebung in der Schule. Wir arbeiten dabei jahrgangsübergreifend, d.h. die Kinder lernen in altersgemischten Gruppen. Wir arbeiten fächerübergreifend.

Die Vorbereitung beteht aus einer Grundstruktur, in der Kinder Freiräume erkennen und gestalten können, sowie stärkeren Strukturierungen und Angeboten, die verlangt werden können oder verabredet sind. Angebote können entstehen aus Lernaktivitäten der Kinder, die eine Verabredung mit Lehrern, z.B. ein Projekt, gemeinsames Nachgehen einer Frage, Forschen zu einem Thema, ergeben. Insbesondere für höhere Klassenstufen entstehen durch bestimmte didaktische Angebote in den Bereichen Mathematik, Fremdsprachen u.ä. Kurse, d.h. Verabredung zur Regelmäßigkeit über einen längeren Zeitraum.

Für Kinder, die in die erste Klasse kommen, ist Schule der Ort des Lernens von Kulturtechniken, wie Schreiben, Lesen und Rechnen. Diesen Wünschen müssen wir nachgehen und sie durch Angebote unterstützen. Viel Raum bleibt zum spielen, sich orientieren, entdecken und ausprobieren. So können die Kinder Selbstbewußtsein und Vertrauen in ihre eigenen Kräfte entwickeln und sich der durch die Lehrer vermittelte Notwendigkeit nach zunehmend verbindlicheren Verabredungsstrukturen gewachsen fühlen.

 


Team – Grundstruktur

Das Team und die Eltern tragen die Verantwortung, dass die Kinder selbstbestimmt lernen können. Die Eltern tragen die pädagogische Praxis mit , indem sie den Kindern Zuversicht, Geduld und Vertrauen entgegenbringen. Die Pädagogen begleiten das Lernen und führen die Kinder entsprechend des jeweiligen Enwicklungsstandes an die Übernahme von Verantwortung heran. Wir wollen selbstbewusste, kritikfähige Kinder entlassen, die über vielfältige Lerntechniken verfügen.

Die Umsetzung dieses Konzeptes wird durch einen angemessen hohen Betreuungsschlüssel gewährleistet. Dabei achten wir darauf, dass ein ausgewogenes Verhältnis von Pädagoginnen und Pädagogen entsteht. Wir streben es an, eine große Kontinuität im Team und in der Eltern- und Kinderschaft aufzubauen, dies ist in unserem Selbstverständnis entscheidend für die kontinuierliche pädagogische Arbeit.

Die Pädagogen reflektieren ihre Arbeit untereinander sowie gemeinsam mit den Kindern. So kann eine lebendige Entwicklung der Pädagogik entstehen. Das Team der Pädagogen soll individuell und vielseitig sein. z.B. Native- Speaker begleiten das Erlernen der Fremdsprachen und Berufspraktiker unterstützen das praktische und kreative Tun der Kinder. Wir wollen das Wissen und die berufliche Erfahrung der Eltern einfliessen lassen. Auch die Vernetzung und die Integration in die Nachbarschaft gehört zum Selbstverständnis der Schule.

Eine Struktur und ein gleichmäßiger Rhythmus des Tages, der Woche und des Jahres ist für Kinder sehr wichtig, da es ihnen die Möglichkeit gibt, sich zu orientieren und Sicherheit zu lernen, dies brauchen sie, um in ein selbstbestimmtes Arbeiten / Tun zu kommen.

Die Strukturen in der Schule sollen an den Bedürfnissen der Kinder erarbeitet werden. Insbesondere strukturiert sich der Tag über den Wechsel von Arbeitszeiten und freien Zeiten, die nach Bedarf im Freien verbracht werden. Landtage, Schulreisen, gemeinsame Rituale- Feste und Feiern, Übernachtungen in der Schule- bereichern den Wochen bzw. Jahresrhythmus.

 


Lernumgebung

Unsere Räume sind bestimmt durch Helligkeit, Freundlichkeit und Grosszügigkeit. Verschiedene und gut strukturierte Bereiche kommen einer guten Lernatmosphäre und den verschiedenen Lernbedürfnissen der Kinder entgegen:

 


Fachangebot – Bezug zum Rahmenplan – Zeugnisse

Der Berliner Rahmenplan / Grundschule ist bindend. Das Fachangebot setzt sich aus den Fächern Englisch, Sport, Kunst, Musik, Mathematik, Lesen/Schreiben, Handwerk, Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik) und Medienkunde zusammen. Eine Sortierung der Lerninhalte erfolgt innerhalb von 6 Jahren angepasst an die individuellen Bedürfnisse der Kinder.

Weitere Lernangebote ergeben sich aus dem gesellschaftlichen Kontext, dem Umwelt- und Sachgeschehen der Lebenswirklichkeit der Kinder. Die Pädagogen begleiten und unterstützen der den Lernprozess der Kinder und geben Anregungen zu den jeweils verschiedenen Lernangeboten.

Die Lernergebnisse der Kinder werden jährlich in ausführlichen. Elternbriefen dokumetiert und festgehalten, eine Benotung im klassischen Sinn findet nicht statt. Die Eltern haben regelmäßig in Entwicklungsgesprächen mit den Pädagogen die Möglichkeit zu Fragen und zur Erörterung.

Verlässt ein Kind unsere Schule – entweder vorzeitig oder nach der 6. Jahrgangsstufe – so stellen wir bei Bedarf ein Notenzeugnis aus.

Am Ende des sechsten Schuljahres begleiten und unterstützen wir einen erfolgreichen Übergang in die selbstgewählten weiterführenden Schulen. Im Bildungsgagng der Kinder fehlende Themen werden schwerpunktartig in der 6. Jahrgangsstufe ergänzt.

Grundlage für die Ausgestaltung des Fachangebots ist die vorbereitete Lernumgebung. Als Formen des Lernens werden die Lernwerkstatt, Angebote, Darbietungen, Kurse und Projekte genutzt. Für einzelne, zentrale Lerninhalte, wie das Lesen und Schreiben, werden zeitliche Ziele gesetzt.

 


Kinder – Hospitation – Schulgröße – Aufnahmeverfahren

Eine Schulgröße von ca. 60 Kindern wird angestrebt. Alle Altersgruppen sollen ausreichend innerhalb der Schule vertreten sein. Das zahlenmäßige Verhältnis von Mädchen und Jungen soll ausgewogen sein.

Die Aufnahme eines Kindes beinhaltet gegenseitiges Kennenlernen durch Hospitation von Eltern und Kind sowie ein abschließendes Gespräch. Zukünftige Erstklässler hospitieren in der Regel 2 Tage an der Schule. Bei Quereinsteigern wird die Dauer der Hospitation individuell vereinbart. Die Eltern der aufzunehmenden Kinder tragen das Konzept der Schule mit, unterstützen es und setzen es um.

 


Ferien – Öffnungszeiten – Hort

 


Eltern

 


Schulgeld
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